Spielberichte

Auswärtsspiel 21.02.2016

Taktische Meisterleistung beschert Heskem Überraschungscoup nach Overtime

Mit einer überragenden Defensivarbeit und einer ausgeklügelten Spieltaktik hat sich die ersatzgeschwächte Mannschaft vom RSV Heskem am vergangenen Sonntag beim Gastspiel gegen Krofdorf/Gleiberg 2 selbst übertroffen und einen unerwarteten 75:64 Erfolg nach Verlängerung gefeiert.

Coach Philipp Lehr musste krankheitsbedingt auf einige seiner Stammkräfte verzichten. Somit standen ihm lediglich sieben Spieler zur Verfügung, was eine taktische Umstellung der Spielweise zur Folge hatte. Statt schnell nach vorn zu spielen, sollte vielmehr der für Heskem ungewohnte ruhige und kontrollierte Spielaufbau vollzogen werden. Darüber hinaus forderte der Trainer eine konzentrierte Abwehrleistung, was gegen die körperlich überlegenen Hausherren eine schwierige Aufgabe bedeutete.

Die ersten zwei Spielminuten musste sich Heskem sortieren und lag schnell 4:0 zurück. Im Angriff befolgten sie hingegen die Anweisungen des Trainers und machten das Spiel langsam und behäbig. Allerdings fehlte zunächst die Zielstrebigkeit zum Korb zu ziehen. Vielmehr baute man auf Schüsse aus der Halbdistanz.
Nachdem die ersten Punkte erzielt worden waren, agierte endlich auch die Zonenverteidigung deutlich konzentrierter. Krofdorf/ Gleiberg fand wenig Mittel um zum Korb zu ziehen. Zudem kontrollierte der RSV gut den eigenen Defensivrebound, so dass zweite Wurfmöglichkeiten Mangelware blieben.
Auch Offensiv lief alles nach Plan. Die Uhr wurde heruntergespielt und meist erst vor Ablauf der Angriffszeit der Wurf oder der Weg zum Korb gesucht. Dabei kombinierte die Mannschaft sehenswert und setzte somit erste kleine Nadelstiche. Folgerichtig ging der erste Durchgang mit 17:15 an die Gäste.

Im zweiten Spielabschnitt blieb Heskem der „Slow-Motion-Taktik“ weiterhin treu. Einer guten Defensivarbeit folgten behäbige Offensivaktionen. Die Gastgeber schafften es selten ihre Körpermasse geschickt einzusetzen. Vielmehr versuchten sie durch Einzelaktionen zum Erfolg zu kommen (24:22). Was Heskem an diesem Abend hervorragend machte, war die Tatsache dass selbst bei Rückstand oder überhasteten Wurfaktionen alle Spieler ruhig blieben und weiterhin den Taktikplan verfolgten.
Krofdorf/ Gleiberg, die mittlerweile sichtlich angefressen über den Spielverlauf waren, wirkten gehemmt und frustriert. Der RSV nutzte dies gnadenlos aus und machte mit einem 9:0-Lauf die überraschende 31:24 Halbzeitführung klar.

Nach dem Seitenwechsel wachten die Hausherren endlich ein wenig auf. Sie verteidigten nun besser und zwangen Heskem so zu vielen Notwürfen. Besonders Manu und Udo wurden jetzt besser bewacht, was bedeutete das Alternativen her mussten. Gesagt getan! Ein gut aufgelegter Lukas sorgte mit vielen erfolgreichen Aktionen für die nötige Entlastung. Hinzu kamen Punkte von Johannes und die ersten Pflichtspielpunkte von Ingolf, der ein glänzendes Spiel in der Startaufstellung hinlegte.
Den Kräfteverlust durch fehlende Alternativen beim Auswechseln und durch Foulbelastungen merkte man mittlerweile der Abwehr des RSV an. Krofdorf/ Gleiberg kombinierte gut, ließ den Ball schnell laufen und traf hochprozentig. Mit 44:44 gingen beide Teams in den Schlussabschnitt.

Coach Lehr motivierte seine Männer nochmals. Heskem erwischte den besseren Start und ging 47:44 in Front. Die Abwehr wirkte wieder konzentrierter und auch an Aggressivität mangelte es nicht. Bestes Beispiel Sascha, der sich oftmals gegen zwei Köpfe größere Gegenspieler behauptete und so mehrere Fouls provozierte.
Den Hausherren blieben nicht viele Möglichkeiten. Zwar ließen sie gut den Ball durch die eigenen Reihen laufen, mussten sich aber meist der gegnerischen Deckung geschlagen geben. Was sie allerdings exzellent machten, war ihren 3-Punkte-Schützen Remy freizustellen. Ihm war es zu verdanken, dass die Gastgeber plötzlich mit vier Punkten in Führung gingen (54:50). Es schien das Krofdorf nun die Oberhand gewinnen könne, doch schlug Heskem mit einem 8:0-Lauf, darunter ein wichtiger Dreier von Lukas, gnadenlos zurück (58:54). Vor allem die Abwehr imponierte. Die Gastgeber wurden einfach zugestellt und wenn ein Wurf auf den Korb kam, war der Rebound bei Heskem.
Mit vier Punkten Vorsprung ging der RSV in die letzten beiden Spielminuten. Bemüht die Zeit ein wenig nach unten zu spielen, erarbeitete sich die Mannschaft keine guten Würfe und durch zwei Unachtsamkeiten in der Verteidigung kamen die Hausherren zum Ausgleich (58:58). Die Basketballer aus dem Ebsdorfergrund fingen sich allerdings wieder und erzielten auf der Gegenseite durch viel Kampf und Körpereinsatz die wichtige Führung zurück (60:58).
Mit der Last auf den Schultern treffen zu müssen, spielte Krofdorf gut die Zeit von der Uhr, um schließlich mit einem freien Halbdistanzwurf abermals auszugleichen (60:60).
Heskem blieben dennoch 24 Sekunden um die Entscheidung zu suchen. Lange im Ballbesitz fanden sie schließlich den Wurf, doch verfehlte dieser knapp das Ziel. Da es im Basketball kein Unentschieden gibt, hieß dies einmal fünf Minuten Verlängerung.

Der RSV startete wiederum gut, schließlich war man nicht so weit gekommen um sich das noch nehmen zu lassen. Krofdorf/ Gleiberg versuchte mehr durch Ringereinlagen als durch Basketballverteidigung den Gegner zu stoppen. Die Folge waren Freiwürfe für die Gäste (64:61).
Die Hausherren spielten statisch und ohne Durchschlagskraft unter dem Korb. Lediglich von der Dreierlinie waren sie durch ihren Spieler Remy brandgefährlich. So auch diesmal. Die Zone rückte zu spät nach außen und kam zu spät. Wieder Ausgleich (64:64).
Doch der Willen der Mannschaft den Sieg zu holen war größer als irgendwelche Trefferquoten von außen. Geduldig und abgezockt spielte Heskem die Uhr nach unten, fand jedoch rechtzeitig gute Wurfmöglichkeiten und netzte ein. Auf der Gegenseite stand die Abwehr bombensicher, fing jeden Angriff ab und zeigte zum Abschluss sogar Umschaltspiel par excellence.

Am Ende gewann Heskem aufgrund des taktischen Verständnisses und der guten Verteidigung überraschend mit 75:64 und zeigte dass auch ein kleines Kollektiv Großes leisten kann.

Das nächste Spiel findet am 05. März 2016 statt, dann heißt der Gegner TSV Kirchhain, gegen die der RSV im Hinspiel in einem spektakulären Offensivspektakel den Kürzeren zog.

Heskem: Mink, Grün (15 Punkte), Teetz (4), Kraft (3), Steede (4), Feike (24), Seifert (25)

Udo Seifert

Heimspiel 13.02.2016

Erstes Viertel zwingt Heskem in die Knie

Ein Spiel auf Augenhöhe erlebten die Zuschauer am Samstagabend im Spiel RSV Heskem gegen TV Wetzlar 2.
Dabei sah es für die Gastgeber nach dem ersten Viertel zunächst ganz bitter aus. Mit viel Kampfgeist kam die Mannschaft zurück in die Partie, musste jedoch aufgrund mangelnder Offensivqualitäten das Spiel mit 69:63 an den Gegner abgeben.

Wieder ging der Start in die Hose. Heskems Basketballer haben seit geraumer Zeit Probleme mit dem Beginn einer Basketballpartie. So auch wieder am Samstagabend.
Die Gäste aus Wetzlar starteten hochmotiviert und mit viel Selbstvertrauen in das erste Viertel. Die Offensive spielte gut zusammen und überlistete die Mannverteidigung der Gastgeber sehr leicht. Besonders die Spieler Köstler, Quapil und Kapitän Hestermann ragten dabei heraus. Egal ob unter dem Korb oder mit sicheren Schüssen, Heskem fand zunächst kein Mittel.
Die Angriffsbemühungen des RSV sahen dagegen sehr mau aus. Gelegentlich konnte ein Schnellangriff gespielt oder eine Einzelaktion unter dem Korb als Erfolg verbucht werden, doch nach Teamarbeit sah das nicht aus. Zudem wurden viele hektische Würfe genommen, obwohl besser positionierte Mitspieler frei standen. Dementsprechend musste sich die Mannschaft auch nicht über den Zwischenstand von 9:26 beschweren.
Coach Lehr war gezwungen zu reagieren, was er mit einer Auszeit auch tat. Er spornte seine Männer an, vor allem in der Verteidigung zuzulegen. Schließlich ist die Abwehrarbeit der Schlüssel zu einfachen Punkten im Angriff. Gesagt getan, Heskem verteidigte besser und verkürzte den Rückstand bis zum Ende des ersten Viertels auf neun Zähler (17:26).

Im zweiten Spielabschnitt knüpfte der RSV nahtlos an die gute Verteidigung an. Die Hausherren waren viel dichter am Gegner, die Helpside funktionierte und auch die Rebounds fielen jetzt in die eigenen Hände. Zudem waren die Offensivaktionen von Erfolg gekrönt. Immer wieder gelang es Heskem zum Korb zu ziehen und bei Fehlwürfen die Rebounds zu sichern und so viel Druck auf den Gegner aufzubauen.
Stück für Stück verringerte Heskem den Rückstand. Wetzlar wirkte ideenlos und unkonzentriert. Den Gastgebern war es ganz recht, die den Moment ausnutzten und kurz vor der Halbzeit zum ersten Mal im Spiel in Führung gingen (35:33). Danach normalisierte sich das Spielgeschehen wieder, was auch das Halbzeitergebnis von 37:37 wiederspiegelte.

Nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauen eine ausgeglichene Partie. Heskem kontrollierte die ersten drei Minuten (42:39), doch durch einige Unkonzentriertheiten sowie Fehlwürfe übernahmen die Gäste wieder das Ruder und beherrschten im folgenden Abschnitt das Spielgeschehen (44:51).
Die Hausherren mussten reagieren und fanden gegen die anders aufgestellte Gästeabwehr nun bessere Abschlüsse unter dem Korb, so dass die Partie weiterhin sehr knapp war (51:52).

Der Schlussabschnitt versprach Spannung. Wetzlar startete etwas besser (51:55), doch fanden die Gastgeber schließlich auch ihren Rhythmus. Beide Mannschaften trafen im Wechsel und wenn einmal ein Ballgewinn zu verzeichnen war, wurde dieser auf der Gegenseite gleich wieder verloren. Eine Minute vor Schluss lag Heskem 63:64 zurück und hatte Ballbesitz. Doch die Mannschaft wollte zu viel. Mit einem 3-Punkte-Wurf sollte die Führung zurückerobert werden. Leider war das Glück der Mannschaft am heutigen Tage von jenseits der Dreierlinie nicht hold. Die Gäste holten den Rebound. Der RSV tat das einzig richtige und stoppte die Uhr auf Kosten von Fouls und Freiwürfen. Unglücklicherweise bekamen sie die Abpraller beim zweiten Wurf nicht unter Kontrolle, so dass Wetzlar den Ballbesitz behauptete und am Ende in einem spannenden Spiel 69:63 gewann.

Nach zuletzt drei Niederlagen aus vier Spielen rangiert Heskem im sicheren Mittelfeld der Tabelle.

Die nächste Aufgabe wird nicht leichter, denn dann steht das Rückspiel beim Tabellenzweiten Krofdorf/Gleiberg an. Tipp-Off ist Sonntag, der 21.02.2016 um 16:00 Uhr.

Heskem: Mink, Grün (7 Punkte), Brozat, Härtel (11), Lenke, Mey, Kraft (3), Steede, Feike (17), Seifert (25)

Udo Seifert

Heimspiel 30.01.2016

Leichtfertige Chancenvergabe besiegelt Heskems Niederlage

90:78 verloren, diese Erkenntnis stand für die Basketballer vom RSV Heskem am Samstag fest. Doch nicht nur die Niederlage, sondern vor allem die leichtfertige Chancenvergabe machte den Spielern zu schaffen.

Wieder einmal verschliefen die Hausherren das erste Viertel. Die Mannschaft nahm sich für die Partie extra vor, von Beginn an hellwach zu sein, doch sah die Realität anders aus. Die Verteidigung schlief an allen Ecken und Enden. Den Spielern aus Butzbach wurde es sehr einfach gemacht. Wenn der Flügel auf dem ersten Schritt am Gegner vorbei war, kam er meist ungestört zu einfachen Korblegern, da die wichtige Helpside überhaupt nicht funktionierte.
Im Angriff lief zudem nicht viel zusammen. Schlechte Würfe und zu wenig Bewegung waren die Gründe für diese schwache Leistung. Außerdem kam Wurfpech dazu. Mehrfach drehte sich der Ball aus dem Korb und landete prompt bei Butzbach, die das Spiel auf der Gegenseite schnell machten und so zu einfachen Punkten kamen. 21:6 kurz vor Ende des ersten Spielabschnitts sah nach einer großen Blamage aus.
Die Gäste, die offenbar daraufhin einen Gang zurückschalteten kassierten in dieser letzten Minute noch drei Körbe, so dass das Ergebnis aus Heskem-Sicht ein wenig freundlicher ausschaute (21:12).

Zu Beginn des zweiten Viertels war Heskem nun richtig in der Partie und zeigte phasenweise tollen Teambasketball mit schönen Spielzügen. Die Center agierten nun auch deutlich effektiver unter dem gegnerischen Korb und setzten somit die ersten Ausrufezeichen.
Die Abwehr hatte trotzdem nachwievor Probleme. Die Zuordnung bei der Manndeckung passte gegen die vergleichsweise klein aufgestellte Gästemannschaft nicht. Die Center verteidigten teils auf dem Flügel und die Flügelspieler unter dem Korb. Butzbach wusste diese Unordnung gut auszunutzen und lag aufgrund dessen weiterhin knapp in Front (29:26).
Allerdings vernachlässigten sie oft die Verteidigungsarbeit. Des Öfteren kamen Heskems Spieler zu Fastbreakaktionen. Aber durch Konzentrationsfehler konnten diese nicht zu 100% ausgenutzt werden. Ärgerlich, schließlich spielte Heskem nun guten schnellen und abwechslungsreichen Basketball. Nichtsdestotrotz war die Mannschaft zur Halbzeit bei einem Spielstand von 41:38 auf Schlagdistanz.

In der zweiten Halbzeit veränderte Coach Lehr die Aufstellung in seinem Team und ließ die Mannschaft kleiner aufstellen um so schneller im Angriff und in der Abwehr zu agieren.
Leider stimmte die Zuordnung in der Verteidigung wieder nicht ganz, so dass Butzbach dies zu einem kleinen Lauf ausnutzte und auf 55:45 davonzog.
Im Angriff wirkte der RSV ideenlos, zeigte wenig Teamplay, sondern vorrangig Egoisten-Basketball. Zudem blieb das Wurfpech der Mannschaft treu. Erst in der Mitte des Viertels kamen die Hausherren wieder in den Spielrhythmus, doch lagen die Gäste weiterhin im zweistelligen Punktebereich in Front.
Dies änderte sich auch bis zum Ende dieser Spielperiode nicht, vielmehr betrug der Rückstand zwölf Punkte (70:58).

Im Schlussabschnitt zeigte sich Heskem nochmal kämpferisch. Schnelle vier Punkte ließen den Rückstand auf acht Zähler schrumpfen (70:62). Doch mit dem Wurfpech sollte es an diesem Abend nicht besser werden. Das Team vergab völlig freistehend einfachste Korbleger, was die Aufholjagd unnötig erschwerte. Entsprechend ausgeglichen verliefen die folgenden Minuten.
Drei Minuten vor Ende orderte der Trainer an, die Uhr durch Foul zu stoppen. Die Folge waren Freiwürfe am Fließband für Butzbach. Diese taten Heskem sogar den Gefallen und verwarfen zu Beginn fünf von sechs Würfen.
Im Gegenzug versuchte der RSV durch schnelle Angriffe den Rückstand zu minimieren, doch war es an diesem Abend mit den Würfen wie verhext.

Am Ende gewannen die Gäste aus Butzbach 90:78. Für Heskem blieb der Wermutstropfen den direkten Vergleich gewonnen zu haben.

Für die Spieler steht nun ein spielfreies Wochenende an, bevor es am 13.02.2016 im Heimspiel gegen Wetzlar 2 wieder um alles geht.

Heskem: Mink, Mey (4 Punkte), Brozat, Kraft (4), Grün (22), Härtel (11), Teetz, Feike (10), Steede (2), Lenke (4), Seifert (21)

Udo Seifert

Heimspiel 23.01.2016

Hitzige Partie am Samstagabend

Aufregender hätte auch der Blockbuster im Fernsehen nicht sein können. Das hitzige Spiel zwischen Heskem und Wallau/Laasphe bot einiges. Technische Fouls am Fließband, verbale Entgleisungen und Verweisungen aus der Halle.
Die Gastgeber bewahrten allerdings kühlen Kopf und gewannen am Ende 78:61.

Die Gäste erwischten den besseren Start. Sie erkannten sofort die Schwachstellen in der gegnerischen Manndeckung. Mit viel Tempo und Druck attackierten sie schön den Korb.
Die Help-Side der Hausherren konnte dies auch nicht verhindern, da diese zum entsprechenden Zeitpunkt überhaupt noch nicht existent (4:0).
Heskem ließ sich davon aber nicht weiter beirren, sondern versuchte zunächst durch Korbaktionen in die Partie zu kommen. Geduldig spielte die Mannschaft System, ließ den Ball laufen, suchte freie Würfe oder attackierte den Korb gegen die eng stehende Zonenverteidigung.
Wallau/Laasphe behalf sich meist durch Fouls, was Freiwürfe zur Folge hatte, doch ließ Heskem diese einfachen Möglichkeiten oft ungenutzt. Von 13 Freiwürfen im ersten Viertel, fanden nur vier Stück das Ziel. Den Gästen kam die schwache Wurfquote zu Gute, denn somit waren sie weiterhin voll in der Partie.
Der RSV stand nun aber deutlich besser in der Verteidigung, was es für Wallau/Laasphe nicht einfach machte Punkte zu erzielen. Einzig M. Petrovic ärgerte die Hausherren mit seinen schwer zu verteidigenden Floater-Würfen (18:17).

Im zweiten Spielabschnitt tat sich Heskem lange schwer. Zwar spielte die Mannschaft im Angriff geduldig, doch waren die Abschlüsse nur selten von Erfolg gekrönt.
Die Gäste standen in der Abwehr sehr gut. Sie machten die Räume eng und zwangen den RSV zu schwierigen Schüssen. Und auch im Angriff bereiteten sie Heskem nun deutlich mehr Probleme. Die Hausherren stellten auf Zonenverteidigung um, doch anders als erwartet machte man es Wallau/Laasphe dadurch noch leichter Punkte zu erzielen. 28:24 für die Gäste war ein deutliches Indiz dass die Heimmannschaft irgendwie noch gehemmt wirkte.
Coach Lehr nahm die Auszeit, stellte die Verteidigung wieder um und wirkte auf seine Spieler ein. Vor allem Lukas schien dies Motivation genug gewesen zu sein. In den verbleibenden drei Minuten, die bis zur Halbzeit blieben, sorgte er mit elf Punkten, davon drei 3-Punkte-Würfe fast im Alleingang für die Wende und die 40:32 Pausenführung.

Nach der Pause spielten beide Mannschaften mit offenem Visier. Das Spiel wurde schneller, aber auch hektischer. Heskem fand nunmehr öfter die Gelegenheit zum Schnellangriff und schien das Spiel beim Stand von 53:44 drei Minuten vor Ende des dritten Spielabschnitts unter Kontrolle zu haben.
Heskems Coach gab somit seiner Stammformation ein paar Minuten Pause.
Die Gäste schalteten schnell und überraschten die neuformierte RSV-Abwehr mit einem 8:2-Lauf und machten so das Spiel zum Ende des Viertels (55:52) wieder spannend.

Das letzte Viertel hatte es in sich. Heskem spielte druckvoll, zog gut zum gegnerischen Korb und konnte meist nur durch Fouls gestoppt werden. Leider war die Quote weiterhin schlecht.
Ein verschossener Freiwurf war schließlich auch Auslöser für die Verkettung der folgenden Ereignisse.
Weil ein Wallau-Spieler zu früh in die Zone gezogen ist, entschieden die Schiedsrichter auf Wiederholung des Wurfes.
Mit der Entscheidung nicht einverstanden, provozierte ein Gästespieler die Schiedsrichter mit einer eindeutigen Kopfbewegung, woraufhin diese die bereits verwarnte Gästebank mit einem technischen Foul bestrafte. Erzürnt dieser Entscheidung verloren einige andere Spieler, Teambetreuer und der Trainer die Manieren. Entsprechend der Regeln ahndeten die Referees diese Vergehen mit weiteren technischen Fouls sowie drei Ausschlüssen, was das Verlassen der Halle zur Folge hatte.
Nachdem das Spiel aufgrund der Vorfälle kurzzeitig unterbrochen wurde, ging es einige Minuten später wieder sportlich weiter.
Manu nutzte die sich ergebenden Freiwurfmöglichkeiten und brachte sein Team mit 61:52 in Front.
Allerdings konterten die Gäste zweimal im Gegenzug. Unbeeindruckt dessen spielte Heskem konzentriert weiter. Die Abwehr stand jetzt sicherer und im Angriff wurde geduldig auf den freien Wurf gewartet. Besonders Lukas nutzte seinen Freiraum und ließ seine Dreier vier und fünf folgen. Wallau/Bad Laasphe konnte nun nichts mehr entgegensetzen und so gewannen die Hausherren schließlich deutlich mit 78:61.

Mit dem sechsten Saisonsieg erreichte Heskem bereits nach dem zehnten Spieltag das gesteckte Ziel, doch soll es dabei noch längst nicht bleiben.

Bereits am Samstag (30.01.2016) geht es mit der Partie gegen Butzbach 2 um die nächsten Punkte.

Heskem: Mink, Feike (19 Punkte), Brozat, Kraft (6), Grün (20), Härtel (10), Teetz, Mey, Steede (2), Lenke (4), Seifert (17)

Udo Seifert

Auswärtsspiel 17.01.2016

Heskem ohne Chance beim Tabellenführer

Zum Rückrundenauftakt hätte die Aufgabe nicht schwieriger sein können. Gleich zu Beginn musste die Mannschaft zum Tabellenführer aus Dillenburg.
Nachdem man die Fahrt bei frostigen Temperaturen unbeschadet überstand, kam jedoch beim Spiel der Ausrutscher. Chancenlos musste sich der RSV Heskem 98:68 geschlagen geben.

Beide Mannschaften starteten mit Vollgas in die Partie. Allerdings waren die Trefferquoten recht unterdurchschnittlich.
Dillenburg, das sich in der Winterpause auf den großen Positionen nochmals verstärkt hatte, versuchte zumeist über schnelles Eins-gegen-Eins zum gegnerischen Korb zu ziehen. Häufig wurden sie dabei vom Gegner durch Foul gestoppt.
Bedingt durch die Fehlwürfe von der Freiwurflinie, nutzte Heskem diese Gelegenheit zur frühen Führung (4:1).
Die Gastgeber ließen sich jedoch nicht aus dem Konzept bringen, sondern vertrauten auf ihr gutes Teamspiel und den guten Werfern. In der Folge wendete sich das Blatt. Heskem spielte zu statisch und ohne Kreativität im Angriff. Dillenburg hingegen verteidigte bärenstark und zeigte ein Umschaltspiel vom Feinsten. Mit einem 15:3-Lauf innerhalb von fünf Minuten, sorgten sie für klare Verhältnisse (23:11).
Die Gästeabwehr lief nur mit, statt aggressiv dagegenzuhalten und wenn Dillenburg ins Setplay musste, schaffte es die Defensive von Heskem abermals nicht am Gegner zu sein. Die Folge waren Offensivrebounds am laufenden Band.
Daran veränderte sich auch bis zum Viertelende nichts. 30:13 war schon nach dem ersten Spielabschnitt eine deutliche Sprache.

Das zweite Viertel begann für Heskem verheißungsvoll. Die ersten drei Minuten gehörten klar den Gästen. Dillenburg vernachlässigte ein wenig die Verteidigung, was die Basketballer aus dem Ebsdorfergrund ausnutzten und auf zehn Punkte verkürzten (32:22).
Allerdings fingen sich die Hausherren wieder. Sie erhöhten den Druck in der Verteidigung, was die Gäste zu Fehlern zwang und damit wieder zu schnellen einfachen Fastbreakpunkten durch Dillenburg führte. Darüber hinaus fanden die 3-Punkte-Schützen nun besser ihren Rhythmus, was das Verteidigen für den RSV noch schwieriger machte.
Mit 57:36 gingen beide Teams in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Zwar kamen die Dillenburger besser aus der Kabine (65:36), doch stellte sich Heskem danach schnell auf das, in der Halbzeit besprochene, veränderte Verteidigungssystem ein und agierte fortan deutlich konsequenter in der Abwehr. Bälle wurden abgefangen, Rebounds endlich gesichert und das schnelle Umschaltspiel, mit dem Dillenburg die Gäste überrannte, funktionierte nun auch auf der anderen Seite. Die Folge war ein 13:5 Lauf (72:51).
Zwar war der Rückstand weiterhin enorm, doch die Zuversicht auch einen Gegner wie Dillenburg zu Fehlern zu zwingen, war Motivation genug weiterhin alles zu geben.

Im letzten Spielabschnitt spielten beide Mannschaften gewohnt schnell nach vorn. Heskem versuchte nochmal alles um den Rückstand zu verkürzen, doch mehr als eine 20-Punkte-Differenz war nicht drin. Zu abgezockt spielten die Hausherren.
Für Coach Lehr hieß es nun die weiße Flagge zu schwenken und den Ersatzspielern ein paar Minuten Einsatzzeit zu geben.

Am Ende gewann Dillenburg hochverdient mit 98:68 und kann mit diesem Erfolg nun bald den Sekt für den Aufstieg kaltstellen.

Heskem: Feike (2 Punkte), Brozat, Kraft (2), Grün (31), Härtel (2), Teetz, Mey (3), Steede (7), Lenke, Seifert (21)

Udo Seifert

Testpiel 10.01.2016

Gutes Testspiel zum Jahresauftakt gegen Bezirksligisten

Nach der mehrwöchigen Spielpause und dem Jahreswechsel, starteten die Basketballer des RSV Heskem relativ kurzfristig und ohne Trainingsvorbereitung mit einem Testspiel gegen die TSG Lollar am Sonntag in das neue Jahr.
Leider fehlte ein Großteil der Mannschaft, so dass die Voraussetzungen um beim Bezirksligisten zu bestehen, relativ schlecht waren.

Allerdings lieferte der übrig gebliebene Teil des Teams eine sehr gute Vorstellung ab und ärgerte Lollar bis zum Schluss der Partie.
Bis zu Beginn des Schlussviertels lag Heskem in Führung, musste sich am Ende aber mit 70:65 geschlagen geben.

Udo Seifert

Auswärtsspiel 29.11.2015

Müde Heskemer Basketballer verlieren letztes Spiel des Jahres

Zum Jahresabschluss stand für die Basketballer des RSV Heskem am Sonntag noch das letzte Spiel der Hinrunde der Kreisliga A gegen den TSV Kirchhain auf dem Programm.
Trotz gutem Start, schwanden zunehmend die Kräfte, was sicherlich auch dem Spiel am Vorabend geschuldet war. Und so musste man sich schließlich einer gut aufgelegten Kirchhainer Mannschaft 102:94 geschlagen geben.

Der RSV startete wie zuletzt sehr gut in die Partie. Die Mannschaft agierte hochkonzentriert in der Abwehr. Im Angriff versuchte das Team schnell die gegnerischen Schnittstellen zu attackieren und so einfache Punkte zu erzielen.
Kirchhain, das zu diesem Zeitpunkt noch nicht geordnet aufgestellt schien, tat Heskem den Gefallen und ließ den Gegner zum Korb ziehen.
Die Angriffsbemühungen der Gastgeber liefen meist nur über deren Aufbauspieler Cohlhaas.
Mitte des Viertels nahm das Spiel richtig Fahrt auf. Vor allem die Gäste aus dem Ebsdorfergrund spielten tollen temporeichen Basketball. Besonders Stephan und Manu trumpften mit guten Offensivaktionen groß auf.
Allerdings wurde die Defensivarbeit vernachlässigt, was Kirchhain die Chance gab im Spiel zu bleiben (30:23).

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts machte Heskem mit Tempobasketball weiter. Binnen drei Minuten wuchs der Vorsprung auf 13 Punkte an (38:25).
Doch statt den Fuß vom Gas zu nehmen und kontrollierte Angriffe zu spielen, wurde weiterhin das kräftezehrende „Run and Gun“ durchgezogen. Die Trefferquote wurde schlechter und Kirchhain tat das einzig richtige, sie schlugen Heskem mit deren eigenen Waffen. Sie spielten schnell nach vorn und konnten somit die müde werdenden Gäste einfach überlaufen.
Der Vorsprung schmolz Punkt um Punkt und drei Minuten vor der Pause ging Kirchhain durch einen 16:4-Lauf in Führung (45:44).
Mit großem Kraftaufwand biss sich Heskem jedoch wieder fest und eroberte bis zur Halbzeit die Führung zurück (52:47).

Nach der Pause begegneten sich die Mannschaften auf Augenhöhe. Das Tempo schien auf beiden Seiten raus zu sein. Sowohl Kirchhain als auch Heskem mühten sich zu Punkten. Hinzu kamen die ersten Foulprobleme. Dementsprechend bunt gemischt waren die Teams, wobei die Gastgeber zum Ende des Viertels motivierter zu Werke gingen und eine 69:65-Führung mit in den Schlussabschnitt nahmen.

Die letzten zehn Minuten gehörten den Hausherren. Heskem schien stehend KO zu sein. Kaum ein Angriff konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Kirchhain hingegen spielte eine gute Verteidigung, reboundete gut und schaltete schnell von Abwehr auf Angriff um. Die Folge waren Fastbreakpunkte am laufenden Band. Hinzu kamen Abstimmungsprobleme in der Gästeabwehr.
Mit einem 18:6-Lauf fünf Minuten vor dem Ende der Partie (87:71), schien die Entscheidung gefallen zu sein.
Der RSV kämpfte trotzdem aufopferungsvoll gegen die drohende Niederlage, doch mehr als Ergebniskosmetik konnte die Mannschaft nicht mehr betreiben.

Am Ende gewann Kirchhain in einem sehenswerten Basketballspiel 102:94 und verschaffte sich dadurch ein wenig Luft im Abstiegskampf.
Für Heskem war es die erste Auswärtsniederlage der Saison, doch ist man nach wie vor mit Tabellenplatz drei absolut im Soll.

Heskem: Mink, Mey (2 Punkte), Kraft (2), Grün (31), Brozat, Härtel (23), Teetz, Feike (14), Steede (2), Seifert (20)

Udo Seifert

Heimspiel 28.11.2015

Heskem erfüllt Pflichtaufgabe

Zum letzten Heimspiel im Kalenderjahr 2015 empfing der RSV Heskem das Tabellenschlusslicht MTV Gießen 3.
Die Ausgangslage war klar, alles außer ein deutlicher Sieg wäre eine Enttäuschung.
Trotz einiger Schwächephasen, vor allem im dritten Spielabschnitt, blieb der RSV seiner Favoritenrolle gerecht und siegte am Ende 86:64.

Heskem startete sehr gut in die Partie. Vor allem Stephan, der sich viel vorgenommen hatte, legte mit zehn Punkten im ersten Viertel gleich gut vor.
Der Ball lief allgemein sehr flüssig durch die eigenen Reihen. Heskem spielte geduldig und attackierte clever die Nahtstellen der gegnerischen Abwehr. Auch das Umschaltspiel von Abwehr auf Angriff funktionierte ansatzweise, so dass über Schnellangriffe leichte Körbe erzielt werden konnten.
Die Abwehrleistung war in Ordnung, allerdings nicht optimal, denn immer wieder stießen die Spieler vom MTV Gießen durch die Verteidigung oder holten sich den Offensivrebound und bekamen dadurch zweite Wurfchancen, die aus RSV-Sicht glücklicherweise meist danebengingen.
Mit 21:10 gewann Heskem recht deutlich dieses erste Viertel.

Der zweite Spielabschnitt entwickelte sich ausgeglichener. Die Gäste kamen besser in die Partie, auch weil die Abwehr der Hausherren sehr lethargisch zu Werke ging. Die Spieler kommunizierten nicht miteinander und auch Probleme beim Ausboxen offenbarten sich recht deutlich.
Coach Philipp Lehr ließ auf Zonenverteidigung umstellen, aber auch diese brachte nicht den gewünschten Effekt.
Offensiv lief es hingegen besser. Alle Spieler waren gut in der Partie. Die Fehlerquote war gering. Die meisten Pässe fanden ihre Abnehmer und so baute Heskem bis zur Mitte des Viertels die Führung Stück für Stück aus (35:20).
Die Gäste ließen sich jedoch nicht unterkriegen. Sie glaubten an sich und machten es in den darauffolgenden Minuten im Angriff sehr clever. Sie zogen vermehrt in die Zone, wo sie auf wenig Widerstand stießen (35:26).
Für den RSV war dies Grund genug bis zur Halbzeit nochmal den Turbo anzuwerfen. Mit einem 11:4-Lauf sorgte die Mannschaft wieder für klare Verhältnisse (46:30).

Auch nach der Halbzeit spielte Heskem sehr konzentriert. Der Lohn war eine 22-Punkte-Führung.
Offensichtlich schien dieser komfortable Vorsprung allerdings zu hemmen. Es schien als ob beide Teams die Trikots gewechselt hätten, denn Gießen spielte jetzt richtig guten Teambasketball. Sie nutzten clever ihre Freiräume, trafen Distanzwürfe und arbeiteten stark beim Rebound. Und auch in der Abwehr gingen sie deutlich beherzter zu Werke.
Heskem fiel nicht viel ein. Deren Angriffe beschränkten sich auf überhastete Einzelaktionen. So kam wie es kommen musste, dass Spiel war zum Ende des Viertels wieder offen (62:52).

Coach Lehr motivierte sein Team wieder, schließlich ist ein Drittel vom Spiel Kopfsache. Die Spieler vom RSV taten ihrem Trainer den Gefallen. Sie erhöhten die Schlagzahl im Angriff, aber vor allem auch in der Abwehr. Unter dem Korb sah der Gegner keinen Stich mehr. Die Verteidigung kommunizierte besser und auch die Rebounds wurden kontrolliert. Zudem kam Heskem durch präzises Umschaltspiel endlich wieder zu schnellen einfachen Punkten. Darüber hinaus kostete Lukas seinen Freiraum an der 3-Punkte-Linie aus und ließ seine Dreier drei und vier an diesem Abend folgen.
Der Trainer nutzte den nun mittlerweile wieder angewachsenen Vorsprung (83:61), um auch den Ergänzungsspielern Einsatzzeit zu geben.

Am Ende siegte Heskem verdient mit 86:64, offenbarte aber dennoch eine Vielzahl von Schwächen.

Die Regenerationszeit nach diesem Spiel ist kurz, denn bereits einen Tag später (29.11.) gilt es, zum letzten Spiel des Jahres, was zugleich den Abschluss der Hinrunde bildet, in Kirchhain zu bestehen.

Heskem: Mink (2 Punkte), Mey, Brozat, Kraft (1), Grün (16), Welker, Härtel (16), Teetz, Feike (19), Steede (2), Lenke (1), Seifert (29)

Udo Seifert

Heimspiel 14.11.2015

Gäste gewinnen Verfolgerduell

Tabellenzweiter gegen Tabellendritter, so lautete das Duell am vergangenen Samstag in der Kreisliga A. Gemeint waren damit die beiden Mannschaften aus Krofdorf/Gleiberg und die Jungs vom RSV Heskem.
Für die Basketballer aus dem Ebsdorfergrund war dieses Heimspiel etwas besonderes, denn kurzerhand musste die Partie in die Sporthalle der Grundschule Großseelheim umverlegt werden. Etwas unglücklich, denn für die Gastgeber war diese Spielstätte genauso fremd wie für das Team aus Krofdorf/Gleiberg. Und somit geriet der vermeintliche Heimvorteil zum Nachteil, was die 79:93 Niederlage nicht gänzlich rechtfertigte, aber sicherlich teilweise begründete.

Dennoch kamen die “Hausherren” zunächst gut mit dem engen Spielfeld zurecht. Nach einigen Startschwierigkeiten, lief der Ball zunehmend gut durch die eigenen Reihen. Die Mannschaft spielte geduldig und wartete auf freie Schüsse oder den freien Weg zum Korb. 12:9 nach sieben gespielten Minuten waren aber auch Indiz für die gute Verteidigung. Die Zone stand gut. Gegnerische Pässe wurden frühzeitig erkannt, abgefangen und im Gegenzug der Schnellangriff eingeleitet.
Besonders Lukas schien diese Spielweise zu beflügeln. Mit elf Heskem-Punkten in Serie war er maßgeblich für die zwischenzeitliche 19:12 Führung verantwortlich.
Allerdings ließen sich die erfahrenen Spieler der Gäste davon wenig beeindrucken. Abgeklärt spielten sie ihren Stiefel herunter und zwangen dem gesamten Spiel somit langsam ihren Stempel auf. Besonders die hohe Treffsicherheit der gewählten Schüsse imponierte.
Den längeren Atem in diesem Spielabschnitt hatten aber trotzdem die Jungs vom RSV. Mit 21:19 gewannen sie dieses Viertel.

Das zweite Viertel war lange Zeit ein Duell auf Augenhöhe. Krofdorf/Gleiberg spielte mittlerweile deutlich konzentrierter im Angriff und in der Abwehr.
Heskem hatte es schwer sich gute Schüsse zu erarbeiten. Hinzu kamen viele Ballverluste und schwaches Reboundverhalten, was den Gästen viele zweite Wurfchancen ermöglichte. Die Spieler des RSV versuchten oft mit Einzelaktionen zum Erfolg zu kommen. Gelegentlich funktionierte dies auch, was eben ein knappes Ergebnis drei Minuten vor dem Halbzeitende bedeutete (33:34).
Die Gäste deuteten in der Folge gut die gegnerische Spielweise. Sie intensivierten nochmals die Schlagzahl im Angriff und in der Verteidigung. Heskem wirkte dabei meist nur passiv, statt engagiert dagegenzuhalten. Binnen zwei Minuten führte Krofdorf/Gleiberg 42:34. Heskem pushte nochmals und verkürzte bis zur Halbzeit auf 37:42.

Nach dem Seitenwechsel drückte Heskem enorm aufs Tempo. Die Gegnerische Verteidigung wurde extrem unter Druck gesetzt. Lücken in den Nahtstellen wurden attackiert. Krofdorf/Gleiberg blieb nicht viel übrig als zu foulen. Binnen zwei Minuten hatten sie schon fünf Mannschaftsfouls auf dem Konto, was bei jedem weiteren Foul zwei weitere Freiwürfe für Heskem bedeutete. Leider war die Trefferquote der vermeintlich einfachen Würfe nur mäßig, was zwar den Rückstand auf 42:44 schmelzen ließ, aber die Defizite deutlich offenbarte.
Leider ließen die Spieler vom RSV, so stark sie in diesem Viertel begonnen haben, auch wieder nach. Vor allem die Abwehr zeigte große Schwächen auf. Der Gegner zog nach Lust und Laune in die Zone ohne auf Gegenwehr zu stoßen. Heskem sah nur zu. Innerhalb von vier Minuten legten die Gäste einen vorentscheidenden 18:8-Lauf hin (63:50). Warum die Gastgeber in dieser Spielphase kein Fuß auf den Boden bekamen, konnte auch Coach Philipp Lehr in der Auszeit nicht feststellen. Sein Team ließ sich gänzlich die gegnerische Spielweise aufdrücken. Einzig Udo glaubte offenbar noch an die Trendwende. Mit seiner körperlichen Präsenz zog er Foul um Foul auf sich und verkürzte meist durch Freiwürfe bis zum Ende des Viertel den Rückstand auf 70:58.

Coach Lehr motivierte seine Mannschaft nochmals, schließlich sind zwölf Punkte Rückstand kein Grund die Flinte ins Korn zu werfen.
Allerdings hatten wiederum die Gäste den besseren Start ins Viertel. Die Verteidigung, die mittlerweile als Mann-Mann-Deckung aufgestellt worden war, kam oft den Schritt zu spät. War der Abwehrspieler geschlagen, fehlte die Help-Verteidigung, stand ein Gegenspieler als Block, wurde dies vom Mitspieler nicht oder zu spät angesagt. Und so kam eins zum anderen, was nicht nur ärgerlich war, sondern auch mental einigen Spielern offenbar zu schaffen machte.
Offensiv spielte die Mannschaft aus Heskem nun wieder mannschaftlich geschlossener. Die gegnerischen Nahtstellen wurden sehr schön attackiert und auch im Kampf um den Offensivrebound gingen die Spieler von Coach Lehr nun deutlich beherzter hinterher. Die Folge waren zweite Wurfchancen, die schließlich das Ziel fanden. Die Gastgeber verkürzten durch den Dreier vom gut aufgelegten Sascha, eine Minute vor Ende, auf zehn Punkte. Der Trainer ordnete daraufhin an, bei gegnerischen Ballbesitz, die Uhr durch taktisches Foul zu stoppen.
Die Folge waren Freiwürfe, die das Team aus Krofdorf/Gleiberg sicher verwandelte.

Am Ende verlor Heskem deutlich mit 79:93. Dabei wäre sicherlich in dieser Partie mehr drin gewesen. Allerdings waren die vier schwachen Minuten im dritten Viertel zu viel Hypothek gegen eine clevere und abgezockte Gästemannschaft.

In zwei Wochen geht es für die Basketballer des RSV Heskem weiter. Am Samstag, den 28.11.2015 empfängt die Mannschaft zu Hause das Tabellenschlusslicht MTV Gießen 3 und einen Tag später steht das letzte Spiel der Hinrunde beim TSV Kirchhain an.

Heskem: Mink (7 Punkte), Mey, Kraft (2), Grün (13), Lenke (2), Steede, Härtel (10), Teetz, Feike (18), Seifert (27)

Udo Seifert

Auswärtsspiel 07.11.2015

Heskem hat den längeren Atem

Am vergangenen Samstag gastierten Heskems Basketballer beim Bezirksligaabsteiger TV Wetzlar 2. Die Favoritenrolle lag klar auf Seiten der Gastgeber. Lange sah es auch danach aus, dass Wetzlar das Spiel gewinnen würde, doch mit einer überragenden Verteidigung in der zweiten Halbzeit und einem fulminanten Schlussspurt, schnappten sich die Spieler vom RSV mit 72:68 doch noch den Sieg.

Das Spiel begann wie so häufig, sehr mäßig. Heskem produzierte Ballverluste am laufenden Band. Dazu kamen Fehlwürfe und eine überfordert wirkende Verteidigung. Lediglich drei magere Pünktchen nach sechs gespielten Minuten waren die Ausbeute. Dem gegenüber standen zehn Zähler für den TV Wetzlar.
Die Mannschaft verstand es gut gegen die Mannverteidigung des RSV Heskem mit 1-gegen-1-Aktionen zählbares zu produzieren und auch beim Offensivrebound gegnerische Abstimmungsprobleme auszunutzen.
Coach Philipp Lehr ordnete daraufhin die Zonenverteidigung an, doch blieb diese zunächst einiges schuldig.
Offensiv ging weiterhin sehr wenig zusammen, so dass die Korberfolge meist Einzelaktionen oder glückliche Umstände waren.
Mit 18:12 ging das erste Viertel verdientermaßen an die Hausherren.

Im zweiten Spielabschnitt wachte Heskem endlich auf. Im Angriff lief es plötzlich wie am Schnürchen. Schnelle Pässe ermöglichten Fastbreaks und das hieß einfach Punkte. Zudem funktionierte das Setplay besser, was den Centern wiederrum zu Gute kam.
Heskem übernahm Mitte des Viertels die Führung (26:24). Doch nicht nur die Führung befriedigte Trainer Philipp Lehr, sondern die Art wie sein Team als Mannschaft plötzlich funktionierte.
Allerdings gab es weiterhin Nachholbedarf in puncto Verteidigung. Diese agierte viel zu harmlos und passiv. Der Gegner wurde förmlich eingeladen einfach Punkte zu erzielen. Die Kommunikation untereinander stimmte nicht. Wetzlar war es ganz recht und so nahmen sie einen 4-Punkte-Vorsprung (39:35) mit in die Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel schienen sich beide Mannschaften neutralisieren zu wollen. Sowohl Heskem als auch Wetzlar zeigten Angsthasenbasketball. Viele Fehlwürfe und technische Fehler sorgten für Unmut bei den Trainern. Und wenn es den Anschein hatte dass sich eine Mannschaft anstrengte, konterte das andere Team gleichermaßen.
Eins war gewiss, beim Stand von 53:47, zehn Minuten vor dem Ende, versprach das Spiel Spannung bis zum Schluss.

Heskems Coach motivierte sein Team nochmals bis in die Haarspitzen. Ihn überzeugte die bislang gezeigte Leistung nur ansatzweise.
Angespornt von seiner Ansprache legten seine Jungs einen guten Start ins Schlussviertel hin. Binnen vier Minuten drehte der RSV Heskem die Partie (57:56). Vor allem die bis dahin lahme Verteidigung war hellwach.
Wetzlar viel nicht viel ein. Die Anspielstationen waren meist zugestellt. Mit dem Momentum im Rücken machte Heskem weiter.
Leider verpasste die Mannschaft aufgrund der mäßigen Freiwurfquote den Sack zuzumachen. Und wie gnadenlos Basketball sein kann, zeigte nunmehr die Mannschaft des TV Wetzlar.
Trotz guter Zonenverteidigung von Heskem, ließen sie die Dreier zu offen. Die routinierten Distanzschützen der Hausherren ließen sich nicht bitten und nagelten mit einem 10:2-Lauf mehrfach die Bälle durch den Gästekorb (66:61).
Plötzlich lag der Vorteil wieder auf Seiten der Gastgeber. Doch anstatt in Panik zu geraten, glaubte Heskem noch an sich. Schließlich waren noch circa drei Minuten auf der Uhr.
Der Trainer wirkte wieder auf sein Team ein. Strotzend vor Selbstbewusstsein nahm der RSV den Kampf an. Die Mannschaft spielte als Team. Sie griff beherzt in der Abwehr zu und spielte klug und überlegt das Angriffssystem und die Fastbreaks zu Ende.
Sichtlich ausgelaugt konnte Wetzlar diesem Druck nichts mehr entgegensetzen.

Heskem gewann aufgrund einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit, unterm Strich nicht unverdient mit 72:68. Die Spieler des RSV lagen sich überglücklich in den Armen, denn mit diesem Sieg hatte kaum keiner gerechnet.

Am Samstag (14.11.2015) wartet mit Krofdorf/Gleiberg der nächste schwere Brocken auf die Basketballer aus dem Ebsdorfergrund.
Mit einer ähnlich guten Leistung, wie im Schlussviertel, ist vielleicht auch in dieser Partie etwas drin. Allerdings genügen dann keine zehn Minuten, sondern das komplette Spiel muss die Konzentration bei 100% liegen.

Heskem: Mink (3 Punkte), Mey, Kraft (3), Grün (26), Welker, Härtel (15), Teetz, Feike (9), Seifert (16)

von Udo Seifert

Heimspiel 10.10.2015

Entscheidung fällt am „grünen Tisch“

Das am Samstag (10.10.2015) angesetzte Spiel des RSV Heskem gegen die Basketballer des TSV Butzbach 2, wurde mit 20:0 für die Mannschaft aus dem Ebsdorfergrund gewertet.
Grund dafür war eine nicht ordnungsgemäße Spielverlegung seitens der Gäste.
Die Regularien sehen in diesem Fall eine Spielwertung von 20:0 Punkten vor.

Nunmehr steht eine dreiwöchige Spielpause an. Am 07.11.2015 geht es dann für den RSV gegen den Bezirksligaabsteiger TV Wetzlar 2 weiter.

von Udo Seifert

Auswärtsspiel 03.10.2015

Auswärtshürde souverän gemeistert

Trotz der Hiobsbotschaft unter der Woche, dass Kapitän Nico Nissen aufgrund persönlicher Gründe die Mannschaft mit sofortiger Wirkung verlässt, stand für den Rest des Teams die schwierige Auswärtspartie in Bad Laasphe auf dem Programm. Mit dem Stand, hinsichtlich des personellen Ausfalls, nicht zu wissen wo man steht, zeigte der RSV ein starkes Kollektiv und belohnte sich mit dem zweiten Auswärtssieg der Saison.

Heskem nahm sich für die Partie viel vor. Die Mannschaft wollte gegen die körperlich überlegenen Gastgeber mit viel Tempo agieren, doch erwies sich dieser Plan zunächst als Luftnummer.
Wallau/Bad Laasphe war zu schnell in der Verteidigung und so mühte sich das Team mit Einzelaktionen zu den ersten Punkten. Bad Laasphe hingegen spielte gekonnt seine Stärken unter dem Korb aus. Die bis dahin zu harmlose Verteidigung fand kein probates Mittel. Die Kommunikation beim Ausboxen stimmte nicht.
Mitte des ersten Viertels bekam Heskem das Spiel besser in den Griff. Das Angriffssystem sah nun mehr nach Basketball aus und auch die Trefferquoten gingen leicht nach oben (9:7).
Allerdings vernachlässigte der RSV wiederum die Verteidigung. Wallau-Kapitän Winterhoff schenkte den Gästen sechs Punkte in Serie ein, so dass sich das Blatt schnell wieder wendete (13:9). Doch ein gutes Finish mit sehenswertem Teambasketball, sorgte für die 16:13 Führung nach dem ersten Spielabschnitt.

Das zweite Viertel begann ausgeglichen. Dies betraf Punkte, aber auch Ballverluste. Beide Teams wirkten unkonzentriert und hektisch. Hinzu kamen Provokationen und Fouls. Während Wallau/Bad Laasphe Punkte von der Dreierlinie erzielte, scorten Heskems Basketballer in Person von Manu, Lukas und Udo in der Zone.
Mitte des Viertels zog der RSV das Tempo an. Abwehr und Angriff wirkten nun präsenter. Nicht nur die drei Punktesammler, sondern die komplette Mannschaft zeigte das sie den Verlust von Nico gut kompensieren kann. Teamwork lautete die Devise. Ein Musterbeispiel war der für Lukas kreierte Spielzug, den er als erfolgreichen Dreier mit dem Pausenpfiff traf (38:27).

Den besseren Start in die zweite Halbzeit hatten die Hausherren. Heskem bemühte sich das bisherige Spiel beizubehalten, doch lief es bei weitem nicht so rund wie noch vor der Pause.
Offensiv spielte die Mannschaft unkonzentriert. Sie leistete sich zu viele Fehlpässe oder schloss die Angriffe zu schnell ab. Und in der Verteidigung lief man den Pässen hinterher, so dass Wallau-Kapitän Winterhoff fröhlich einnetzen konnte (42:37).
Coach Philipp Lehr reagierte prompt mit der Auszeit. Sachlich analysierte er die Fehler und gab neue Anweisungen. Seine Spieler setzten diese in der Folge gut um und erspielten sich bis zum Ende des Spielabschnitts eine 9-Punkte-Führung.

Im letzten Viertel investierte Wallau noch einmal alles. Die foulbelasteten Center standen wieder auf dem Feld und zeigten gleich wie gut sie ihre Körpermasse einsetzen können (54:49).
Unbeeindruckt dessen machten die Basketballer des RSV Heskem das einzig Richtige, sie bewahrten kühlen Kopf und warteten auf ihre Chancen.
Mit klugem Passspiel ließ man den Ball und den Gegner laufen. Die entstandenen Lücken wurden sofort attackiert. Entweder fand der Ball den Korb oder der Wallau-Verteidiger den Gegner. Mit einer Schwemme an Fouls fiel die Mannschaft der Gastgeber auseinander. Hinzu kamen Unsportlichkeiten wie Ballwegschlagen oder überhartes Einsteigen. Die Folge waren Freiwürfe am Fließband.
Heskem nahm es gelassen und spielte mannschaftlich geschlossen die Partie zu Ende.

Unterm Strich stand ein 71:54 zu Buche, mit dem Mannschaft und Trainer sehr zufrieden waren.

Bereits am Samstag (10.10.2015) gilt es für die Basketballer im Heimspiel gegen Butzbach 2 die nächste Schlacht zu schlagen.

Heskem: Mink, Steede (2 Punkte), Härtel (2), Feike (19), Grün (23), Kraft (2), Lenke (8), Seifert (15)

von Udo Seifert

Heimspiel 26.09.2015

Offensivspektakel geht an Dillenburg

Zum ersten Heimspiel der Saison hatten die Basketballer des RSV Heskem die Mannschaft des TV Dillenburg zu Gast.
Was beide Teams boten war Basketball mit offenem Visier. Am Ende entschieden jedoch die Gäste nach 40 temporeichen Spielminuten diese Partie mit 98:91 für sich.

Beide Mannschaften starteten gut in die Partie. Sowohl Heskem als auch Dillenburg nutzten die Lücken in den schläfrigen Abwehrreihen.
Während sich Heskem beim Scoring auf die Teamleistung konzentrierte, trat bei Dillenburg vor allem Neuzugang Fabian Lößlein in Erscheinung. Er stellte seine Gegenspieler vor eine scheinbar unlösbare Aufgabe. Ob beim Zug zum Korb oder beim Distanzwurf, meist hatte er die bessere Antwort.
Heskem spielte im Angriff in erster Linie System, da die gewünschten Schnellangriffe nicht möglich waren. Soweit lief dort alles rund, doch was die Abwehr zeigte, war einfach schlecht. Zu weit vom Gegner entfernt, schlechtes Reboundverhalten und mangelnde Kommunikation untereinander, zeugte eher von einer schlecht abgestimmten Schülermannschaft. Dillenburg war es recht, die so mit einem 30:22 ins zweite Viertel gingen.

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts stellte Coach Philipp Lehr seine Abwehr auf die kaum erprobte Zonenverteidigung um.
Irgendwie musste man es der gegnerischen Offensive erschweren Punkte zu erzielen. Das Konzept schien aufzugehen. Zwar punktete Lößlein weiterhin, doch agierte Heskem fortan etwas konzentrierter im Verbund, so dass zumindest die wenigen Rebounds in den eigenen Reihen blieben.
Im Angriff lief beim RSV jetzt so richtig jemand heiß, Manuel. Egal aus welcher Ecke oder ob ihm jemand im Wege stand, er traf und traf. Insgesamt erzielte er 14 RSV-Punkte hintereinander und sorgte dafür dass die Mannschaft Mitte des Viertels beim Stand von 43:38 wieder auf Schlagdistanz war.
In der Folge zeigte Heskem die bessere Spielanlage und kam durch gutes Teamspiel bis zur Halbzeit auf 55:53 heran.

Nach dem Seitenwechsel begegneten dich beide Teams auf Augenhöhe, wobei zunächst Dillenburg den Takt vorgab und die gegnerische Zonenverteidigung durch gutes Passspiel knacken konnte (66:58).
Manu war dies abermals egal. Er warf und traf. Punkt um Punkt kam Heskem heran und übernahm schließlich, auch aufgrund eines verbesserten Abwehrverhaltens, gut eine Minute vor Ende des Viertels, mit 73:72 die Führung.
Dillenburg konterte jedoch im Gegenzug eiskalt und nahm eine 76:73-Führung mit in den Schlussabschnitt.

Die letzten zehn Minuten boten nochmal einiges. Heskem schaffte durch einen schnellen Angriff plus Bonusfreiwurf den Anschluss. Dillenburg nagelte daraufhin zwei Dreier zum 84:77 durch den Korb, bevor Udo mit vier Punkten seine Mannschaft wieder auf drei Zähler (84:81) heranbrachte.
Im Anschluss machten es die Gäste richtig gut. Sie spielten die Angriffszeit herunter, bis der geeignete Wurf oder Pass machbar war und nahmen so dem RSV den Wind aus den Segeln.
Die Gastgeber beschlossen folgerichtig die weiteren Angriffe schnell abzuschließen, was meist in hektischen Einzelaktionen endete, obwohl besser positionierte Mitspieler die freieren Schüsse hatten.

Am Ende siegten die Gäste aus Dillenburg in einer sehr guten Kreisliga A-Partie mit 98:91 und feierten damit ihren ersten Saisonerfolg, der mit gleichbleibender Leistung sicherlich nicht der letzte bleiben wird.

Für Heskem war es die Ernüchterung nach dem Erfolg in der Vorwoche.
Bereits am Samstag, zum Tag der Deutschen Einheit, wartet für den RSV mit dem Spiel gegen Wallau-Laasphe die nächste schwierige Aufgabe.

Heskem: Mink, Steede (2 Punkte), Teetz, Härtel (6), Feike (6), Nissen (8), Grün (48), Kraft, Lenke, Seifert (21)

von Udo Seifert

Auswärtsspiel 20.09.2015

Licht und Schatten zum Saisonauftakt

Mit viel Licht, aber auch mit viel Schatten starteten die Basketballer des RSV Heskem am vergangenen Sonntag gegen den Aufsteiger BC Marburg III in ihre neue Spielsaison in der Kreisliga A.
Für den neuen Trainer Philipp Lehr war es allerdings keine leichte Aufgabe den ausgedünnten Kader auf Kurs zu bringen. Am Ende gewann der RSV jedoch in einem spannenden Spiel mit 93:88.

Die Partie begann zerfahren. Beide Mannschaften wirkten im ersten Spiel der Saison nervös und hektisch. Es dauerte fast drei Minuten bis der Marburger Kapitän Westhoff die ersten Punkte des Spiels erzielte. In der Folge verstanden es die Gastgeber die Abwehr des RSV Heskem gut unter Druck zu setzen und so auf 11:3 davonzuziehen.
Coach Lehr reagierte und nahm die Auszeit. Auf seine klaren Worte ließ die Mannschaft sofort Taten folgen. Innerhalb von zwei Minuten kämpften sich seine Jungs auf einen Punkt, zum 13:12 heran.
Marburg hingegen ließ sich nicht beirren. Sie spielten konsequent System um System herunter und kamen so immer wieder durch ihre treffsicheren Spieler Bausch und Westhoff zum Erfolg. Mit 22:17 ging das erste Viertel an die Hausherren.

Im zweiten Spielabschnitt zeigten die Basketballer aus dem Ebsdorfergrund ein anderes Gesicht. Endlich spielte die Mannschaft wie es der Coach fordert. Gute Defense, Fastbreak und sichere Schüsse. Vor allem Manu und Nico zeigten ihre herausragende Treffsicherheit. Fast im Alleingang drehten sie das Spiel (27:25) zu Gunsten der Gäste. Marburg hielt zwar gut dagegen, hatte allerdings aufgrund von foulbedingten Personalproblemen nicht mehr die Durchschlagskraft unter den Körben. Heskem nutzte diesen Vorteil für sich, so dass auch die bis dahin harmlos agierenden Center endlich in die Partie fanden.
Einzig die mangelnde Kommunikation in der Abwehr des RSV war zu beanstanden. Blöcke wurden zu spät oder gar nicht angesagt. Dies verhinderte eine höhere Halbzeitführung (40:38).

Nach dem Seitenwechsel begegneten sich beide Mannschaften zunächst auf Augenhöhe. Es entwickelte sich bis zur Mitte des Viertels ein temporeiches “Run and gun” (53:52). Beide Mannschaften zeigten guten Offensivbasketball was die Zuschauer in der Halle sichtlich erfreute. Den Trainern gefiel natürlich auch die Angriffsleistung, doch verzweifelten sie an der Defensivarbeit ihrer Teams. Coach Lehr stellte daraufhin seine Mannschaft neu ein und plötzlich lief es sowohl in der Abwehr als auch im Angriff wie geschmiert. Bis zum Ende des Spielabschnitts bauten seine Mannen den Vorsprung auf 72:59 aus.

Der Schlussabschnitt begann wie das letzte Viertel endete. Heskem spielte konzentriert. Die Mannschaft traf hochprozentig und ließ in der Verteidigung nicht mehr als nötig zu. Vier Minuten vor Spielende führten die Gäste 85:68 und alles schien auf einen souveränen Sieg hinauszulaufen.
Das sichere Gefühl im Rücken schien jedoch für die RSV Basketballer eine Last zu sein. Plötzlich verlor die Mannschaft den Faden. Zu schnelle Abschlüsse, leichtfertige Ballverluste und viele Unkonzentriertheiten sorgten dafür, dass die Gastgeber Punkt um Punkt vom Rückstand abknapsten und es zwei Minuten vor Ende der Partie nur noch 87:81 stand. Ein wichtiger Dreier von Sascha sorgte für leichtes Durchatmen, doch zeigte Marburg sein großes Kämpferherz und war 30 Sekunden vor Schluss bis auf zwei Punkte herangekommen (90:88). In der Folge versuchte der BC durch taktische Fouls die Uhr zu stoppen und so musste sich Heskem die Punkte an der Freiwurflinie verdienen. Die Nerven flatterten gehörig, schließlich fand nur jeder zweite Wurf das Ziel. Mit der herunterlaufenden Zeit im Nacken, blieb Marburg nichts anderes übrig als sich schnelle Würfe zu kreieren, doch fanden diese allesamt nicht das Ziel.
Am Ende gewann der RSV Heskem das erste Spiel der Saison aufgrund zweiter guter Viertel mit 93:88 und schaffte bereits im ersten Spiel das was der Mannschaft die gesamte letzte Saison nicht vergönnt war, ein Auswärtssieg.

Mit diesem positiven Erlebnis geht es für das Team bereits am Samstag, den 26.09.2015, um 18:00 Uhr beim ersten Heimspiel der Saison gegen Dillenburg weiter.

Heskem: Mink (4 Punkte), Brozat, Nissen (17), Kraft (1), Grün (29), Härtel (12), Teetz, Feike (8), Steede (4), Seifert (18)

von Udo Seifert

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